Das Neueste

"Aufbrechen heißt vor allem, aus sich herausgehen, die Kruste des Egoismus zerbrechen, der uns in unser eigenes "Ich" einzusperren sucht.

 Aufbrechen heißt, damit aufhören sich um sich selbst zu drehen, als ob man der Mittelpunkt der Welt und des Lebens wäre. 

Aufbrechen heißt, sich nicht in den Kreis der Probleme der kleinen Welt einschließen zu lassen, zu der wir gehören. Mag sie so wichtig sein wie immer, die Menschlichkeit ist größer und eben dieser müssen wir dienen.

Aufbrechen heißt nicht, Kilometer fressen, Meere überqueren oder Überschallgeschwindigkeit erreichen. Es heißt vor allem, sich anderen zu öffnen, sie entdecken, sich mit ihnen begegnen."

- Heider Camara - 


Flug und erster Tag

08.08.17, 20.00 Uhr und ich hatte noch nicht gepackt. Ich wollte es einfach nicht wahr haben, dass es jetzt los geht. Auf in die Ferne, tausende Kilometer von Zuhause entfernt.

Pia hilft mir alles wichtige einzustecken, ich checke die Liste nicht mehr. Zu schwer ist der eine Koffer auch noch, aber der Rucksack ist dafür leichter, dass wird schon gehen.

Ein schwerer Abschied von meinen Freundinnen aber ein noch schwierigerer Abschied liegt noch vor mir.

09.08.17, 9.00 Uhr. Ein Morgen der so schwer auf allen lastete, dass man ihn fast greifen konnte. Die Taschen gepackt, letzte Reste hinein gesteckt. Ständig neue Wellen der Tränen unterdrückend die letzten Dinge erledigt die erledigt werden mussten.

Gegen 16.00 Uhr ging es dann zum Flughafen. Es war eine der Autofahrten von der ich mir wünschte das sie nie endete. Als wir  ankamen und Papa an der Ausfahrt vorbei fuhr gingen Gedanken durch meinen Kopf: Was wäre wenn ich den Flug verpasste? Dann hätte ich noch Zeit hier.

Aber nein, alles nahm seinen Lauf. Ich habe das Gepäck aufgegeben, Gott sei Dank ging alles gut. Und dann ging es auf die Dachterasse. Letzte Ratschläge bekommen und die letzten Minuten genießen.

18.20 Uhr. Es war höchste Zeit durch die Sicherheitskontrolle zu meinem Gate zu kommen. Alle waren nur noch am weinen.

Eine letzte Umarmung, ein letzter Kuss, ein letzter Blick und dann war ich durch die Kontrolle. Alles was ich bisher kannte hinter mir lassend, auf in eine fremde Welt in der ich nichts und niemanden kannte.

Ich hockte auf dem Boden, wartend in den Flieger steigen zu können. Menschen starrten mich an und ich wünschte mir nichts lieber als an einem anderen Ort zu sein und nicht dort einsteigen zu müssen.

Im Flugzeug war ich heilfroh  neben einem tauben, asiatischen Pärchen mit Flugangst zu sitzen. Die haben nur gebetet und sich unterhalten in Zeichensprache und haben mich nicht weiter beachtet.

In Frankfurt hatte ich weniger Glück damit. Nach meinem 20 Minuten Fußweg zu meinem Gate, setzte ich mich und wurde gleich mitleidig von einer Frau angesehen. Sie sah so aus als wollte sie mich gleich ansprechen, aber tat es dann erst im Flugzeug.


 

Sie gab mir ihre Nummer, auch wenn sie nur ein paar Tage in Kapstadt sein würde. 

Der Flug hat ewig gedauert, schlafen war kaum möglich. Ich habe mir "Die Schöne und das Biest" und "Baby Boss" angeschaut. Das Essen habe ich kaum herunter bekommen. Mehr war gar nicht möglich.

Als wir dann endlich ankamen in Kapstadt begann die Traurigkeit das erste Mal zu schwinden. Die Tränen trockneten und ich sah gespannt aus dem Fenster, fragte mich was diese Stadt wohl für mich bereithalten würde.

Mein netter Sitznachbar gab mir auch noch seine Nummer für Notfälle und dann ging es auch schon raus aus dem Flieger, durch die Passkontrolle und ab zum Gepäckband. Nachdem ich dann mal alles auf so einen gottverdammten Wagen gehievt hatte, hielt ich Ausschau nach Natasha, meiner Arbeitskollegin. Sie erkannte mich an meinem Halstuch und wir machten uns auf dem Weg zu ihrem Wagen.

Wir haben uns super nett unterhalten und dann kamen wir bei meiner Gastfamilie an. Shirley und Philip haben mich super lieb empfangen, mein Zimmer ist toll und ich habe direkt ausgepackt und gegessen.

Ich weiß es wird schwer und ich weiß ich werde meinen Freund, Freunde und Familie sehr vermissen, aber ich denke ich werde hier eine gute Zeit haben!


Hawequas/ Gordons Shield 2017

12./13.08.2017, Hawequas

Mein erstes Lager steht vor der Tür und das schon nach so kurzer Zeit. Ich hab schon sooo viel gehört über die Scouts in Südafrika und vieles stimmt mich sehr vorsichtig.

Strukturiert, organisiert, militärisch durchgeplant, ernst... hört sich im Nachhinein eher nach deutschen Klischees an, aber trifft wohl durchaus zu. Auch wenn es anders zutrifft als gedacht.

Ich kam an und alle waren super freundlich, gut gelaunt und neugierig wer ich wohl bin. Ich hatte die Chance einige zu grüßen und mit einigen ein paar Worte zu wechseln. Dann hatten wir ein kurzes Briefing. Ich habe zwar so gut wie nichts verstanden, weil mir das ganze Konzept noch  nicht so klar war, aber Matthew der neben mir saß konnte mir einiges erklären.

 

Gordons Shield ist ein Wettbewerb an dem Scouts zwischen elf und siebzehn Jahren teilnehmen. Normalerweise bilden acht von ihnen eine Patrol und sie kommen aus einem Troop. Es waren 41 Patrols anwesend. Innerhalb dieser Patrol haben die Scouts eine bestimmte Rangordnung. Der PL ist der Patrol Leader, dieser hat einen Assistenten und dann folgen alle anderen von drei bis acht. Normalerweise ist der PL der Scout mit den meisten Errungenschaften, das heißt mit dem höchsten "Achievement". Diese Gruppen kommen ohne einen Leiter, was mich sehr überrascht hat.

Ihre Eltern oder Leiter bringen sie ins Camp, dort angekommen organisieren sie sich komplett selber. Sie bauen ihre Zelte auf, machen Lagerbauten, kochen und und und. Bei dem Wettbewerb werden für unterschiedliche Sachen Punkte vergeben.

 

Zum Beispiel habe ich direkt am Anfang geholfen bei der Registrierung. Wir haben überprüft ob die Liste vollständig ist mit Name, Rang und Achievemet (Es gibt fünf Unterschiedliche, Springbok ist das Höchste), ob die Anmeldungen korrekt ausgefüllt wurden und ob sie die von ihnen selbst angefertigte Pässe mit hatten. Dann gab es Überprüfungen in Lagerbauten, Tests zur richtigen Anwendung von Äxten, Rettungsüberprüfungen zum Teil im eiskalten Wasser, Erste-Hilfe-Tests und viele mehr. Insgesamt gab es um die 56 Bases bei denen in einer Form Leistungen erbracht werden mussten.

Das Thema des diesjährigen Gordons Shield Competition war eine Welt-Wasser-Konferenz mit Delegierten verschiedener Länder. Deswegen wurde auch viel zur Wasserkrise im Western Cape abgefragt.

Wir haben das Abendessen getestet am Samstag und ich habe mir, wie könnte es auch anders sein, das Team ausgesucht das Deutschland darstellen sollte. Sie haben "Mutti's cabbage soup" gemacht. Abgesehen davon, dass sie zu spät angefangen haben und noch nichts wirklich durch war, abgesehen vom Fleisch, haben sie ihren Job ganz gut gemacht.

 

Am Abend habe ich mich dann lange mit Henri ausgetauscht über verschiedene Kulturen und Pfadfinderei. Zwischendurch kamen immer Leute dazu,  so wie Stuart, William, Matthew, David, Jason, Gilly und viele andere.

Ich habe viel Hilfe bekommen, viel erzählt und Leute zum ungläubigen Starren gebracht. Auch Danke noch mal an dieser Stelle an Susan und Bronwen, die mir gezeigt haben wie ich bewerten muss und mit denen ich vermisste Anmeldungen gesucht habe und eine komplette Waschschüssel in hohem Bogen auf den Boden befördert habe, bei der Inspektion der "Küchen".

 

Ich habe gelernt das sich die Scouts spitzenmäßig benehmen können. Sie sind leise wenn man das braucht, sie stellen sich ordnungsgemäß in Reihen auf und sie befolgen die Regeln, auch wenn der ein oder andere mal zu spät kommt.

Ich habe gelernt, dass wenn man etwas inspiziert am Lagerplatz sich das ganze Team aufstellt und der PL sagt: "Team 36 at ease. Team 36 alert. Team 36 reporting". Dabei steht man zuerst breitbeinig, schließt die Beine dann und salutiert zum Schluss. Der Judge macht die selben Bewegungen, steht gegenüber, bedankt sich dann und bringt sein Anliegen hervor. Der PL rührt sich dann und hilft dem Judge, der Rest bleibt stehen. Wenn alles erledigt ist, wird etwas sehr Ähnliches durchgeführt.

Ich war sehr begeistert davon wie selbstständig die Kinder waren und wie viele Fähigkeiten sie sich schon angeignet hatten. 

 

Ich habe gelernt das man neon-pinke Wurst wirklich essen kann, dass ich Kindern Angst mache wenn ich laut und aggressiv "explodierte Klobürsten" schreien würde, dass Henri eine grüne Wassermelone ist (er hat mir seine deutschen Sätze präsentiert...war sehr lustig) und ich werde Stuart immer als den mit dem kaputten Stift in Erinnerung behalten!

 

Ich habe tausende Tips erhalten was ich hier noch machen muss, also es wird nicht langweilig werden.

Mehr zu den Scouts und wie alles aufgebaut ist hier werde ich sicher noch beschreiben. Ich wurde schon angehalten eine Präsentation über Pfadfinder in Deutschland zu machen. Denn keiner konnte sich hier vorstellen ein Feuer in einem Zelt zu haben! Genrell habe ich ein Lagerfeuer vermisst. Aber naja, das wird sicher noch kommen.

P.S.: Heute kam endlich mal die Sonne raus (ist eben Winter hier)  und ich hab jetzt schon einen leichten Sonnenbrand auf der Nase...



Was ist eigentlich anders?

Hier mache ich eine Liste von Sachen die anders sind als in Deutschland. Ich werde sie über das Jahr immer weiter erweitern.

  • Keine Käsescheiben - In den meisten Supermärkten gibt es hier nur Käse in Blöcken! Klar, dieser einzeln verpackte Sandwichkäse ist hier auch vorhanden, aber sonst... kein Scheibenkäse
  • Biltong - getrocknetes Fleisch im Grunde, verschiedene Sorten und wie ich finde super lecker!
  • Körbchenwagen - kennt ihr diese Einkaufskörbchen? Für den kleinen Einkauf. Wie wäre es wenn man die Dinger nicht mehr tragen muss? Jackpot für alle Südafrikaner. Hier gibt es einen Einkaufswagen der zwei Einkaufskörbchen hält. Eins oben, eins unten
  • Einkaufswagen - generell muss man hier kein Geld in die Dinger stecken um einen zu bekommen und viel Leute lassen die Wagen auch oft irgendwo stehen ohne sie wieder zurück zu bringen
  • Marmelade in Dosen - ja, es gibt hier Marmelade in Dosen
  • Milch in Tüten - fühlen sich an wie die Dinger in denen die Mozzarellakugeln stecken. Nur größer und ohne Mozzarella
  • Alkohol -  Alkohol ist hier auch ab 18, aber immer in seperaten Läden
  • weiße Süßkartoffeln - finde ich super lecker, vielleicht gibt es die auch in DE aber ich hab noch keine gesehen bis jetzt
  • Fernsehprogramm - Fernsehen ist relativ fürchterlich hier, nach meiner Meinung. Ungefähr alle zehn Minuten Werbung und nichtmal die Fernsehzeitung sieht gut aus (wird schon einen Grund haben warum meine Gasteltern kein TV haben...)
  • Traubensaft - Super super lecker hier, was ganz anderes als Zuhause
  • Wein - gibt es hier einfach üüüüberall, an jeder Ecke in jedem Laden, ein Weingut nach dem nächsten. Entsprechend günstig ist der Wein auch hier. Wir haben zum Beispiel heute für 6L Wein R210 oder 14€ gezahlt. Das macht 1,75€ pro Flasche...! Und ich will mich ja nicht als großer Weinkenner ausgeben, aber der Wein ist gut! Deswegen wird Wein hier auch stääändig und immer zu jeder Gelegenheit getrunken (auch die Jugend in einer Sportbar!)
  • Verkehr - Linksverkehr, was es für mich allein schon gruselig macht, waghalsige Überholmanöver, Leute auf der Ladefläche oder im Kofferraum (In Hawequas meinte ich nur so: Wieso kommen die mit so vielen in einem Wagen? Da passt dann doch keiner mehr rein. Wie wollen die denn jemanden abholen? Daraufhin wurde nur gelacht und mir wurde gesagt: In meinem Wagen waren schon mal 19 Leute drin...)
  • Anhalter - hier gibt es mehr Anhalter als ich in meinem Leben je in Deutschland gesehen habe und Leute spazieren einfach an Highways/Freeways vorbei
  • Townships - riesiege Gebiete mit kleinen Hütten für Menschen die kaum Geld haben
  • Straßenverkäufer - an roten Ampeln verkaufen Frauen und Männer zum Beispiel Bananen, Avocados und Lilien an Autofahrer
  • Dassies - afrikanische Klippschliefer, habe ich zum ersten Mal gesehen und konnte auf 1,5/2m an sie ran gehen und fotografieren, super süß, gute Kletterer und in den Bergen beheimatet; und ob mans glaubt oder nicht, sie sind mit dem Elefanten verwandt
  • Baboons - Paviane, ich habe gehört die rennen hier überall durch die Straßen, aber im Urlaub in Monatgu habe ich zum ersten Mal eine große Gruppe auf einer Wiese gesehen (inklusive Babys)
  • Straßenschild -> "Achtung Paviane und Schildkröten"; "If you speed you're a killer"
  • getrocknete Früchte überall
  • Steckdosen - gut, dass ich meinen Adapter und meine Mehrfachsteckdose habe
  • keine Heizung und Fenster mit nur einer Scheibe... brrr kalt im Winter, aber dafür einen "Bettvorwärmer"
  • Tee - hier wird, so wie ich das bis jetzt mitbekommen habe, meist nur Schwarzer Tee oder Rooibos Tee getrunken, und das rund um die Uhr ohne Pause! Kein Spaß, alle trinken IMMER Tee
  • Zäune - gibt es hier überall, alles ist abgesperrt, elektrische Zäune auf Steinmauern um den Häusern ist total normal hier
  • Kartoffeln - ohne Spaß... ich habe hier glaube ich mehr Kartoffeln in den zwei Wochen gegessen als jemals Zuhause in zwei Wochen (und übrigens sind die Kartoffeln hier eher weiß als gelb, so wie in DE)
  • Blumenkohl - es gibt hier einfach LILANEN Blumenkohl (aber auch normalen Weißen)
  • Türklinken - sind meistens winzig oder sehr merkwürdig angebracht, zu tief oder zu hoch
  • Temperaturen - Im gleichen Land gibt es Temperatuen von 15 und 30 Grad zur selben Zeit 
  • Wartezettel in der Bank
  • Eier - gibt es hier sogar in 30er und 60er Paketen im regulären Supermarkt
  • FSK 13, 16, 18
  • Bordsteine als Straßenschilder
  • Kellner haben Namensschilder, stellen sich dir vor und nehmen deinen Teller sobald du aufgegessen hast, auch wenn alle anderen noch essen!
  • Ampeln hinter der Kreuzung, weil alle Leute so weit vor fahren, dass sie die eigentliche Ampel gar nicht mehr sehen können und es gibt keine/ kaum Überkopf-Ampeln
  • Tankstelle - Tanken tun Angestellte der Tankstelle für dich (Job-Creation) und auch deine Reifen werden an der Tanksäule aufgepumpt
  • Es gibt auch Angestellte auf den Parkplätzen, die dir beim einparken und ausparken behilflich sind. Natürlich erwarten sie auch ein paar Rand dafür - meiner Meinung nach der einzige Grund für Münzgeld hier!
  • In wenigen Haushalten gibt es hier Hausschuhe
  • Der Umgang mit Alkohol ist  sehr unterschiedlich, da es hier große Probleme mit Alkoholmissbrauch gibt

Was ist eigentlich anders? - Pfadfinderedition -

Deutsch

# Feuer IM Zelt

# Jurten/ Schwarzzelte (dafür sind wir sogar bekannt)

# Vier Altersstufen und auch noch so kleinschrittig

Südafrikanisch

# Troops, Patrols

# ohne Leiter Camps

# Wettbewerbe

# Salutieren

# festes Pfadfinderversprechen

# geplante Lagerfeuer-Shows

# Advancement und Interest Aufnäher

# strikte Ordnung auf der Kluft

# Kluft immer an, auch bei Gruppenstunden



Mein Urlaub in Montagu

 

Einfach um mal zu gucken wie es "da hinten runter" so aussieht.

Nach dem Mittagessen sind Shirley und ich schlafen gegangen. Ihr ging es nicht so gut und ich bin aus Versehen eingeschlafen.

Die Stimmung war bei mir heute ein bisschen tief, aber das wird schon wieder.

 

17.08.17, Montagu:

Wir haben heute nach dem Frühstück ein Museum in der alten Kirche von Montagu besucht, das war ganz schön. Danach waren wir Kaffee trinken in einem seltsamen Café: "the mystic tin". Dort hing ein Bild unter der Decke, es lief Mr. Boombastic und sie hatten keine Gäste außer uns. Deswegen hatten sie auch wohl nur zwei Kaffeekännchen zum runterdrücken. Das eine war kaputt, dann kam plötzlich eine Riesenkanne und aus der kam eine Kaffefontäne nach dem runterdrücken. Alles war voller Kaffee, aber wenigstens der Käsekuchen war gut.

Danach wollten wir ein ein Stück wandern gehen. Die Strecke hieß Lover's Trail und war mehr ein Abenteuerweg. Wir mussten rutschigen Matsch und einen kleinen Bach ständig überqueren, aber es hat echt Spaß gemacht. Wir haben auf dem Weg Kletterer gesehen, Dassies und eine Gruppe Paviane.

Als wir wieder zurück waren haben wir uns ein paar DVD's ausgeliehen, unter anderem Indiana Jones, aber der Film wollte nach einer Stunde einfach nicht mehr weiter laufen. Danach haben wir noch "In the line of fire" gesehen.

 

18.08.17, Montagu:

Heute ging es zurück. Für eine Strecke von 2 Std und 40 Min haben wir 5 Std und 15 Min gebraucht. Das liegt vermutlich daran, dass wir vier Mal auf dem Weg gehalten haben und ständig an Baustellen warten mussten, da nur eine Spur immer frei war. Hier die Stopps:

1. Weinhändler (besagte 6L Wein für 14€)

2. Kürbisladen (ein Laden voller Kürbisse davor)

3. Straßenobstverkäufer (ein kleiner Wagen, 2 KG Mandarinen)

4. Mittagessen! (Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Meatpie gegesssen!)

Dann sind wir auf einem anderen Bergpass wieder nach Kapstadt rein gefahren. Über Somerset West mit einem wirklich wunderschönen Blick auf False Bay.

Jetzt sind wir wieder zurück. Montag ist der erste Arbeitstag (Blogeintrag folgt dazu). Und wir haben heute mit Nicola und Peter (meine Gastschwester und ihr Mann) zu Abend gegessen.

14.08.17, Montagu:

Noch eben schnell Guthaben gekauft und dann sind wir losgefahren nach Montagu. Die Strecke über die Berge war wunderschön und man konnte sehr weit sehen.

Halt haben wir dann gemacht am Restaurant Nuy on the hill. Ein Restaurant auf einem Hügel, das zu einem Weingut gehört.

Gegen kurz vor vier sind wir dann endlich angekommen am Avalon Springs Resort.

Wir haben alle Taschen ins Chalet gebracht und Shirley und Philip waren direkt schwimmen. Ich habe mir das Resort angesehen, einen Adapter ausgeliehen (ich hatte meinen natürlich vergessen) und zum ersten Mal Dassies beobachtet (s.o.).

Shirley hat an dem Abend erzählt, sie habe sich gedacht: Arme Madita, nur alte Ommis hier, die im Pool sitzen wie die Hühner auf der Stange und Ellbogeneinsatz zeigen um in den Whirlpool zu kommen.

 

15.08.17, Montagu:

Heute war es wirklich kalt, ich wollte erst gar nicht aus dem Bett raus. Wir waren einkaufen und ich finde es erstaunlich wie unterschiedlich Deutschland und Südafrika allein nur im Supermarkt sind.

Danach waren wir Minigolfen, Shirley hat gewonnen. Anschließend sind wir zu dem kleinen Flüsschen gelaufen (und auch teilweise durch das Flüsschen) und ein Stück den Berg hoch, von dort aus konnte man schöne Fotos machen. 

Shirley und ich haben uns dann in eine Hollywoodschaukel gesetzt und ich habe ihr ein paar Fotos von Zuhause gezeigt.

 

16.08.17, Montagu:

Heute war es schon wieder recht kalt und regenerisch. Wir haben einen "kleinen Ausflug" zu einer Fabrik für getrocknete Früchte gemacht und ich habe getrocknete Mango, Pfirsiche und eine Rolle Pfirsich/Birne/Honig gekauft.

Dann waren wir noch an einem Vogelteich, aber an diesem Tag war dort wenig los.

Anschließend sind wir einfach mal eine Straße runter gefahren die ewig lang war und mitten durchs Nirgendwo führt, irgendwann haben wir dann gedreht und sind zurück.



Die erste Arbeitswoche

Nachdem der Montag auf der Arbeit wenig ereignisreich war, war ich froh, dass ich trotz meines immer noch etwas kränklichen Zustandes abends ausgehen konnte. Ich war auf dem Barleycorn Songwriter Wettbewerb in einer Sportbar in der Nähe mit meinem Gastbruder. Seine Mitleiter hatten ein Lied eingereicht und waren unter die Top 10 (von 85!) gekommen, die an diesem Abend auftreten sollten. Insgesamt war es sehr schön und wir haben echt tolle Lieder gehört, aber am Ende war ich echt super erschöpft.

Am Dienstag wurde ich bei der Arbeit von Natasha in den gesamten PR Kram eingeführt und konnte meine erste Bestellung im Lager zusammensuchen. 

Am Mittwoch ging es dann in den Shop und ich musste erstmal sehen wie die ganzen Artikelcodes aufgebaut sind und mir anfangen sie einzuprägen. Ich habe mir die Arbeit im Shop nicht so wahnsinnig kompliziert vorgestellt. Ist sie auch im Grunde nicht, aber doch schwieriger als gedacht. 

Am Donnerstag hatte ich dann eine Meeenge an Aufgaben zu erledigen. Unter anderem Einladungen per Mail versenden, ein Interview schreiben und Registrierung von Campteilnehmern.

An diesem Abend bin ich zu meiner ersten Pfadfindergruppenstunde gegangen (s.u.)

Der Freitag sollte eigentlich zur Einführung in die Arbeit zu Gemeinschaftsprojekten dienen, stattdessen bin ich mit Ahmad mitgegangen, der sich um das SIS-Programm kümmert (Scouts in Schools). Ich habe eine Menge der Praktikanten und damit auch Leiter kennen gelernt, die Pfadfindergruppen schulintern leiten. 

Alle von ihnen sind arbeitslose, junge Menschen, die mit diesem Projekt wichtige Fähigkeiten lernen sollen und somit in die Arbeitswelt leichter einsteigen zu können. Außerdem geben sie vielen Kindern und Jugendlichen in Grundschulen die Möglichkeit Pfadfinder (bzw. Wölflinge) zu werden.

Der Samstag war recht ereignislos, ich habe mich entspannt und das Wetter war endlich mal sehr schön.

Heute, am Sonntag, war das Wetter wieder echt toll und wir sind an der Küste spazieren gewesen und ich war in der Kirche.

Die Kirche ist hier wirklich nicht hübsch und eher eine große Halle. Dafür waren aber Menschen da, sogar viele und auch junge Leute. Was so die größten Unterschiede am Gottesdienst sind, ist, dass es weniger formal ist, man auch mal mehrere Lieder direkt hintereinander singt und dass es zwischendrin eine Teepause gibt. Außerdem ist es nicht unüblich, dass der Pfarrer eine Jogginghose trägt.


Gruppenstunde oder Scout Troop Meeting bei 1st Claremont

24.08.17, Claremont/Cape Town. Heute hatte ich zum ersten Mal die Chance bei einem Scout Troop Meeting dabei zu sein. Das National Office hat es so arrangiert, dass ich zum Stamm 1st Claremont gehen kann. David, der Troop Scouter, also der Gruppenleiter, hat mich abgeholt und dann sind wir zur Scout Hall gefahren. Jeder Stamm hat eine Art Halle mit einem sehr großen Hauptraum und noch ein paar kleineren Räumen. Drinnen liefen schon ein paar Kinder herum. Ich fand es ein bisschen spät für eine Altersgruppe von 11 bis 17 Jahren die Gruppenstunden von 19.00 bis 21.00 Uhr zu haben, aber das schien hier normal zu sein. Alle Kinder tragen ihre Kluft, ihr Halstuch, Jeans und den Pfadfindergürtel. Da es zur Zeit recht kühl ist und die Kluften alle kurze Ärmel haben, tragen sie noch etwas darüber, bis es beginnt und die Flagge gehisst wird. 

Dazu stellen sich die Scouts in ihre jeweiligen Patrols auf. Es gibt die Patrols Swift, Boks, Eagle und Bat, aber heute sind nicht alle vollständig.

Heute ist es auch noch anders als sonst, es gibt zwei neue "Rekruten", die ihr Versprechen machen müssen. Dafür werden zuerst alle Lichter ausgemacht. Wir stehen im stockdunkeln. Dann werden die beiden Jungs von ihrem späteren Patrol Leader vor den Scout Trooper gebracht. 

Nacheinander kommen nun 10 der Mitglieder des Troops nach vorn und jeder zündet eine Kerze an und sagt eines der 10 Pfadfindergesetze. Die Pfadfindergesetze sollen dem Pfadfinder ein Licht im Dunkeln sein, sollte diese Zeremonie zeigen.

Danach treten die beiden Rekruten nach vorne, legen ihre linke Hand auf die Fahne, machen den Pfadfindergruß und sprechen dem Leiter das Pfadfinderversprechen nach.

Damit sind sie nun aufgenommen, bekommen alle Aufnäher die sie brauchen und ein Halstuch mit Knoten (hier übrigens "Woggle" genannt).

Die Lichter wurden wieder angemacht, die Kerzen weggeräumt.

Nun gab es ein Spiel. Die Gruppe wurde aufgeteilt in klein und gruß, zwei Baumstümpfe und zwei Holzstangen wurden geholt und die beiden kleineren Gruppen stellten sich jeweils in einen Kreis auf. Sie hielten sich fest bei den Armen und auf einen Pfiff begannen sie sich zu drehen, um die auf dem Stumpf liegende Holzstange. Auf einen weiteren Pfiff versuchten sie sich dann gegenseitig gegen die Stange zu ziehen und zu schubsen. Wer die Stange herunter warf war draußen und es ging von vorne los. Wichtig war dabei, sich nie loszulassen.

Nach ein paar Runden des Spieles ging es dann ans Knoten üben. Jeder nach seiner jeweiligen Stufe bekam Knoten zugeteilt, die er oder sie üben sollte.

Ich habe mich dazu gesellt und habe selber den ein oder anderen Knoten ausprobiert. Ich hoffe dieses Mal kann ich ein paar davon im Kopf behalten!

Anschließend sollten die vier Patrols eine lange Leine machen, indem sie kleine Seile mit bestimmten Knoten aneinander knoteten. Diese Knoten wurden bewertet und anschließend gab es die Aufgabe, dass ganze Team nacheinander auf einer Pappe auf die andere Seite zu ziehen.

Zum Schluss wurde in Reih und Glied gestanden der Punktestand mitgeteilt. An der Rangordnung hatte sich nichts geändert. Die Flagge wurde herunter gelassen und die Gruppenstunde war beendet.

Ach übrigens wurde ich von einem kleinen Jungen gefragt ob ich Deutsch sprechen könnte, nachdem ich vorgestellt wurde mit: "Das ist Madita, sie kommt aus Deutschland". Für die kleinen Jungs war es schwer vorstellbar, dass jemand aus einem anderen Land kommt, dass so weit entfernt ist und auch dann noch die Sprache sprechen kann.


Südafrika und die Englische Sprache

Jaa, man sollte meinen Englisch ist Englisch, aber falsch gedacht! Genau wie britisches, amerikanisches und australisches Englisch unterschiedlich ist, so hat auch südafrikanisches Englisch so seine Eigenheiten. Für alle die es interessiert mache ich hier mal eine kleine Liste mit Besonderheiten, die mir aufgefallen sind. Ich will jetzt nichts verallgemeinern für komplett Südafrika, aber so spricht der Kapstädter jedenfalls hier Englisch.

  • now now - (jetzt jetzt), man sollte meinen damit ist sofort gemeint, aber eigentlich kannst du dich darauf verlassen, das es nie passiert (I am giving you that book back now now.)
  • hectic - (hektisch), damit ist meistens eigentlich alles komische, negative, schlechte gemeint (Uhh,  hectic!)
  • JA - ich meine die Leute sagen nicht wirklich JA, aber es hört sich genau so an, verwirrend
  • Cheers - (Tschüss), wird genau so wie unser deutsches Tschüss ausgesprochen, wieder seeehr verwirrend
  • is it? - (Ist es?), soll soviel bedeuten wie "Wirklich?", "Echt?" und wird verwendet wenn man erstaunt ist oder etwas nicht recht glaubt (It's not like that in Germany - Oh wow, is it?)
  • Sure - Häufig gebrauchtes Wort
  • Robot - So heißen hier die Ampeln!
  • I hope you are well / How are you? - Wird IMMER benutzt. Und selbst wenn du nicht zurück fragst sagen dir die Leute es geht ihnen gut, weil sie das erwarten
  • Chicken? - Angst?
  • Pudding - Nachtisch
  • Custard - Pudding

Mein Interview ist online!

01.09.17, Mein Interview, dass ich für die Arbeit gemacht habe ist jetzt online. Für alle die der englischen Sprache mächtig  sind oder für die, die den "Übersetzen-Button" finden ist hier der Link!

 

08.09.17, Und meinen ersten Artikel findet ihr ab jetzt auch hier! Es ist ein Interview mit Thomas geworden!


Ocean Potion and Sweet Lips

31.08.17-09.09.17, Gordon's Bay

Hallihallo! Lange ists her das ich geschrieben habe, aber jetzt ist es soweit, ein neuer Bericht!

Ich habe die letzten neun Tage bei Natasha und ihrer kleinen Tochter Zahara verbracht (4 Jahre). Natasha ist bei uns im Büro PR Managerin und hat mir für die Zeit in der meine Gastfamilie im Urlaub war ein Zuhause bei sich geboten.

Dort bin ich dann also letzte Woche Donnerstag eingezogen. Mit vier Hunden, davon drei Bassets, war super super viel Trubel als ich angekommen bin, vorallem weil ich noch nach den Hunden meiner Gastfamilie (Hugo und Emma) gerochen habe. Das Haus ist super super schön gelegen und ich bin für die Zeit in Zaharas pinkes Kinderparadies gezogen. 

Am Freitag haben wir dann von Zuhause aus gearbeitet und ich bin am Nachmittag zu den 2nd Somerset West Wölflingen gegangen. Unter anderem habe ich ihnen von Pfadfindern in Deutschland erzählt und alle haben große Augen gemacht und wollten mir gar nicht glauben, dass wir auch Feuer IM Zelt machen. 

Am Samstag Morgen ging es dann in den Shop, der am ersten Samstag jeden Monats geöffnet hat. Es war super viel Andrang und drei Personen im Shop  waren dringend nötig. 


Allgemein hatten die Kindern eine Menge Fragen über Deutschland die sie dann mir, "Matilda, the girl with all the badges" gestellt haben. Am Abend bin ich dann nach einem ereignisreichen Tag in mein vorübergehendes Bett aus recycelten alten Ampeln und Zäunen gefallen.

 

Zum Mittagessen ging es dann in eine Brauerei mitten im Nirgendwo mit dem Namen "Triggerfish", dort haben wir dann unsere Biere "Sweet Lips" und "Ocean Potion" bekommen. Von nun an werden wir uns nur noch so nennen, haben wir beschlossen!

Ein Stück entfernt von der Braurei liegen die Dünen und ich habe entschieden wissen zu wollen was dahinter liegt. Das heißt ich bin das ganze Stück über die Wiese zu den Dünen gerannt und nicht mal der kleine Bach konnte mich aufhalten. Ich habe meine Schuhe ausgezogen und bin hindurch gewatet. Der Ausblick war alle Mühen wert, wie ihr an den Fotos sehen könnt.

Am Nachmittag waren wir dann am Strand und ich habe mit Vergnügen Zazzy beim Wellenhüpfen geholfen, bis unsere beiden Hosen klatschnass waren. 

Unser Abendessen bestand heute aus Vanilleeis mit Schokosauce, denn wir hatten mittags in der Brauerei schon Burger.

Ich habe die kleine Maus an meinem Handy spielen lassen, leider hat sie so lange Pincodes eingegeben bis der Alarm ausgelöst wurde und es in maximaler Lautstärke und in Dauerschleife  "ALARM ALARM, THIS PHONE HAS BEEN LOST OR STOLEN" durch das Haus schallte. Zum Glück ist mir dann irgendwann der Code eigefallen um das ganze Spektakel zu beenden!


Am Sonntag haben wir zwischen dem Wäsche waschen und trocknen den alten Hafen von Gordon's Bay besucht und wir sind an der Whale Watching Route entlang gefahren und haben an einer schönen Stelle gepicknickt.

Am Nachmittag sind wir zum Root 44 Market gefahren, auf dem super viel los war. Eine Band hat gespielt auf einer Bühne und wir haben deutsche Bratwurst mit Curryketchup gegessen (keine Ahnung wo die den Ketchup her hatten!).

Als ich dann überlegt habe einen Pullover zu kaufen, hat die freundliche Dame den Preis mal eben teurer gemacht, weil ich ja aus Deutschland komme und einen Goldesel im Keller habe.

Den Pullover habe ich dann natürlich nicht genommen, aber ich finde sicher noch einen ähnlich Schönen.

Unter der Woche ging es dann natürlich ans arbeiten. Montag abend hatte Zahara Schwimmunterricht, war super niedlich zu beobachten und danach sind wir im "Ocean Basket" Essen gegangen.

Am Freitag waren Gruppenstunden der Cubs und Scouts. Ich hatte eine gute Zeit und das schnellste Restaurantessen meines Lebens zwischen den beiden Gruppenstunden. Wir haben am Eingang gefragt ob sie alles innerhalb von 50 Minuten hinbekommen, dann würden wir dort essen.

 Wir haben sogar nur 45 Minuten gebraucht und waren hinterher vieeel zu früh für Scouts. An dem Abend haben sie "Orientierung" gehabt und sind durch halb Somerset West gerannt.

Ich hatte eine tolle Zeit! Vielen Dank.



IAL - Introduction to Adult Leadership

09./10.09.17 Der IAL-Kurs war etwas das ich super gerne machen wollte, um offiziell auch die Erlaubnis zu haben als Scouter oder Gruppenleiter fungieren zu können. 

Der Kurs war über ein Wochenende und im Scout Heritage Centre in Goodwood.

Generell war der Kurs aber, wie angekündigt, eher langweilig. Die meisten Dinge wusste ich schon, viele Dinge waren für mich einfach so offensichtlich, dass man sie eigentlich gar nicht zu erwähnen braucht.

Hier mal ein paar der wichtigesten "Erkenntnisse" für mich:

 

 

Challenges:

  • Relevance
  • Complementary nature
  • Membership
  • Adults
  • Relationships and partnerships
  • Unity

 

Tell, Sell, Consult, Share, Delegate!

 

 

People who can help me:

  • Scout Groups here and at home
  • National/DC/RC, Mentor
  • ...

 

 

Principles:

  • Duty to God
  • Duty to yourself
  • Duty to others

 

Training not teaching!

 

 

7 Growth areas:

  • Life Skills
  • Living with nature
  • Body and mind 
  • Service
  • Social
  • Faith and life
  • Scoutcraft

What guides us?      

Aims         

Principles         

Methods                                     

3 Aims of Scouting

Develop Character                  Citizenship                                Fitness

Purpose of Training:

  • Skills
  • Knowledge 
  • Attitude

 

Preparation for Instructor:

  • Know your subject
  • Ensure you have the right equipment
  • Ensure you have enough equipment
  • Be able to rouse and stimulate interest

 

Preparation for Audience

  1. At ease
  2. Ready to learn and inwardly absorb

 

Methods:

  • Leadership & Patrol/ Six System
  • Learning by doing
  • Badge System
  • Outdoor programme
  • Law & Promise
  • Progressive Growth System
  • Cubs: Adventure, stories, games, make belief, individual development

 

The METHOD

  1. Give full attention of the audience
  2. Tell/show/illustrate one point at a time
  3. Key points stressed by repetition
  4. Be clear and competent


Squiggly wiggly Superman

17.09.17 Früh am Sonntag Morgen brachen mein Gastbruder und ich auf. Kleidung und Schuhe die dreckig werden dürfen hatten wir an und Rucksäcke hatten wir dabei, in denen Proviant, Stirnlampen und Wechselkleidung zu finden waren.

Auf dem Weg ins Echo Valley in Kapstadt, holten wir noch zwei der Pfadfinder ab die mit uns die „Robin Hood“ - Höhle, eine der vielen Höhlen der Kalk Bay Caves, erkunden wollten.

Dort angekommen erwartete uns ein tolles Panorama, sechs weitere Scouts und eine Absage vom dritten erwachsenen Begleiter.

Trotzdem ging es nun los und an die erste Etappe: den Berg erklimmen um erstmal zu der Höhle zu kommen.

Unter blauem Himmel und brütendem Sonnenschein wanderten wir also im Gänsemarsch den Berg über einen kleinen Trampelpfad hinauf. Über eine Stunde marschierten wir dabei durch die schöne Landschaft, immer bergauf und begegneten den ein oder anderen Leuten dabei.

An der Höhle angekommen, wurden Ärmel und Hosenbeine mit Gummibändern fixiert, damit auch ja nichts dort hinein gelangen konnte.

Die Höhle kann man vermutlich nicht einmal Höhle nennen, wir ließen uns mehr in ein Wirrwarr aus engen Höhlengängen herunter. Nicht umsonst wurde der Eingang der Höhle „The Narrows“ gennant.

Einer nach dem anderen haben wir uns kopfüber in einen abfallenden winzigen Tunnel begeben. Es hatte an den Tagen zuvor geregnet, überall tropfte es und auf dem Boden war der reinste Matsch, den wir nun mit unseren Shirts schön auffangen konnten!

Kriechend und nur mit dem spärlichen Licht unserer Kopflampen arbeiteten wir uns Stück für Stück weiter vor bis wir matschig und durchnässt endlich an eine Stelle gelangten, an der wir wieder stehen konnten. Mein Gastbruder war immer der Erste, ich bildete immer das Schlusslicht. So fanden wir unseren Weg und keiner konnte zurück bleiben.

Das erste Stück war geschafft, unsere Energie, unser Enthusiasmus und Entdeckergeist war geweckt und so gingen wir mutig an den nächsten Abschnitt.

Eineinhalb Stunden krochen, kletterten und quetschten wir uns weiter durch die Höhle bis wir endlich in der großen Haupthöhle angekommen waren.

Dort machten wir unsere Mittagspause und jeder knabberte an seinem Proviant. Wir entzündeten einige Kerzen um ein wenig hübsches Licht zu haben und ließen ein paar Kerzen dort, für weitere Besucher. Unglaublich wie viel Spaß man mit Kerzen haben kann, dachte ich mir, als sich die Hälfte der Jungs Wachs auf die Hände tropfen ließ um Wachshände zu bekommen. Einige erkundeten dann in kleineren Grüppchen noch die angrenzenden Tunnel, bevor es wieder auf den Rückweg ging.

Der Rückweg kam uns viel kürzer vor als der Hinweg, war aber nicht minder schwierig zu bewältigen, vor allem weil wir schon die erste Erschöpfung fühlten. Trotzdem kamen wir schnell und ohne Zwischenfälle wieder an den „Narrows“ an. Wir wussten, jetzt waren es nur noch wenige Meter bis zum Ausgang.

Einer nach dem anderen kroch ins Freie, bis schließlich nur noch ich und zwei der Jungs unten waren.

Einer der Jungs hatte etwas mehr Gewicht als die anderen. Das hat ihn jedoch nicht gehindert und er war super motiviert die Höhlentour zu meistern.

 

Jedoch kurz vor dem Ausgang, an einer besonders engen Stelle kam er dann nicht durch. Es war an einigen Stellen schwierig gewesen, wir machten uns nicht allzu große Sorgen und motivierten ihn es weiter zu versuchen.

Mit fortschreitender Zeit wurde der zweite Pfadfinder, der noch mit mir unten wartete, zunehmend nervöser und er hatte auch seinen Finger, bei dem Versuch zu helfen, verletzt.

Also ließen wir ihn durch und auch er kam nach draußen.

Nun blieben nur noch ich und Herr „Ich passe nicht durch“. Wir versuchten es auf jede Art. Kopf zuerst, Füße zuerst, Kopf zum Boden gerichtet, Kopf zur Decke gerichtet und sogar ohne Hose! Aber es ging einfach nicht. Ich schob wie verrückt, mein Gastbruder zog wie verückt und der arme Junge kämpfte sich Zentimeter für Zentimeter nach vorn, doch es half nichts.

Panik machte sich dort unten breit und ich versuchte ihm immer wieder zu sagen, wir würden ihn heraus bekommen, er solle sich keine Sorgen machen. Und ich würde solange dort unten bleiben bis er draußen wäre, ich würde ihn nicht alleine lassen.

Die einzige Lösung die uns noch einfiel, war einen anderen Weg zu nehmen. Mein Gastbruder wusste auch von einem anderen Weg, der allerdings ebenfalls sehr eng ist und zusätzlich auch noch gefährlich.

Trotzdem wollten wir es wagen und kamen tatsächlich durch alle engen Stellen. Gefährlich wurde es dann, als wir über tiefe Löcher klettern mussten und uns als einzige Hilfe kleine, nasse und rutschige Felsvorsprünge dienten. Doch wir alle, vorallem unser Pfadfinder, meisterten diese Aufgabe mit Bravour.

Endlich sahen wir das Tageslicht wieder, es wurde hell und warm und wir konnten unsere schmutzigen Gesichter begutachten.

Durch diese „Rettungsmission“ hatten wir ein wenig Zeit verloren und mussten nun den Berg im Eiltempo heruntersausen, damit die Eltern nicht auf uns warten mussten.

Es gab Momente in denen Herr „Ich passe nicht durch“ sich schon als Geist durch die Höhle spuken sah, wie er mir später erzählte, aber er versicherte mir, er habe keine Angst vor Höhlen und er würde auch wieder welche erkunden. Jedoch vermutlich nur solche bei denen er sicher sein kann, dass er auch überall durchpasst!

 

Danke für die tollen Bilder John!

Endlich wieder draußen und warten auf die Eltern
Endlich wieder draußen und warten auf die Eltern

Tick bite fever

19.09.-25.09.2017

Gerade aus der Höhle raus und zack bin ich krank. Das hat allerdings nichts mit der Höhle zu tun, nein, es war die Schuld einer Zecke. Und wie ich sagen kann, einer durchaus nicht kleinen Zecke die nun irgendwo im Abflusskanal rumdümpelt. Ich wusste durchaus, dass ich gebissen wurde, allerdings traten die Symptome erst 15 Tage später auf, wobei 4 bis maximal 10 Tage normal sind. Da war ich ein Sonderfall. Aber das kenne ich ja schon, das bin ich meistens.

Zeckenbissfieber gibt es in Europa nicht und auch hier in Kapstadt ist es selten. Man bekommt es eher in ländlicheren Gegenden, wobei ich Gordon's Bay (woher mein kleiner Übeltäter ist) nicht als ländlich bezeichnen würde.

Nun ja, ich wusste zunächst natürlich nicht was ich hatte, ich wusste nur ich habe unglaubliche Kopfschmerzen. Wir haben die absurdesten Theorien aufgestellt warum ich solche Kopfschmerzen haben könnte. Unter anderem auch ein erhöhter Käsekonsum. Allerdings wusste ich, dass mir große Mengen an Käse nichts ausmachen konnten, denn sonst hätte ich bei der Küche meiner lieben Mama wohl nicht überlebt,

Am Donnerstag, zwei Tage später, sind wir dann zum Arzt, denn trotz dem vielen Trinken und Zucker- und Käsemeidung ging es mir nicht besser.

Als der sehr freundliche Arzt dann Zeckenbissfieber diagnostizierte und auch Fieber bei mir feststellte, wurde mir klar das es mit dem Ausflug auf den Tafelberg am Wochenende wohl nichts werden würde.

Ich habe mein Antibiotikum verschrieben bekommen, welches sage und schreibe 50 Cent gekostet hat, und ich habe viel geschlafen. Am Samstag ging es mir schon viel besser und ich konnte am Wochenende schon wieder Strandspaziergänge machen.

Am Montag war ich mit dem Antibiotikum durch und so gut wie kuriert!


Elephants Eye

30.09.2017

Schon um viertel nach acht ging es raus aus dem Haus. Wir haben uns an der Kirche mit ein paar Leuten der Kirchenjugend getroffen und sind dann zum Silvermine Nature Reserve gefahren. Dort sind wir dann die "Elephants Eye" Route entlang gewandert. Es war wunderschönes aber kühles Wetter und ein atemberaubender Ausblick.

Ein wirklich toller Ausflug!


Cub Fun Day 2017

02./03.10.2017

Wölflings-Spaß-Tag für die kleine 7 bis 10-Jährige aus den Schulen klingt nach sehr viel Action, lachen und Pfadfinderkrams.

Das war es auch, und viel Arbeit.

Vorallem am Montag war es super heiß, das war mega anstrengend.

Morgens gegen neun sind die kleinen Cubs gekommen wurden registriert und haben hübsche Bändchen bekommen. Die Flagge wurde gehisst, die Regeln erklärt und ein Gebet gesprochen. Dann gab es Frühstück und alle wurden auf verschiedene Stationen aufgeteilt. Dort wurde dann gemalt, gebastelt, gesungen, Knoten gemacht und ganz viel gelernt.

Das  ganze möglich gemacht haben insgesamt 32 Praktikanten und Pfadfinderleiter der Gruppen in den Schulen und natürlich Ahmad unser SIS Koordinator. 

Verspätet kam dann das Mittagessen und es wurden, mal wieder, neon-pinke Hot Dogs gegessen.

Nach der zweiten Runde Stationen ging es dann wieder nach Hause für die Kleinen.

Am Dienstag lief es ähnlich, allerdings war das Wetter nicht so gut und viel musste nach drinnen verlegt werden.

Heute habe ich Dylan geholfen mit seiner "Southafrican Flag" Station. Er hatte am Anfang South Africa falsch geschrieben, also haben wir daraus ein Spiel gemacht: Wer findet den Fehler auf dem Schild! Alles in allem eine tolle Erfahrung, ich hatte eine gute Zeit.

             Der Platz vor dem Heritage Centre

 


Lekgotla 2017

04.10-09.10.17 Lekgotla, hört sich erst mal komisch an. Lekgotla ist ein Wort in Tswana und bedeutet so viel wie Zusammenkunft, Konferenz, Meeting. Und genau das hatten wir auch. Am Mittwoch Morgen wurde ich von meiner Chefin abgeholt und wir haben alle Sachen in den kleinen Mietwagen geladen. Dann ging es los in Richtung Kimberley. 

Wir sind sechs/sieben Stunden Auto gefahren, über nur insgesamt zwei unterschiedliche Autobahnen mitten durchs Nirgendwo. Einmal haben wir einen Wohnwagen gesehen, ganz allein. Fünfzig Kilometer davor nichts, fünfzig Kilometer danach nichts. 

Ich war immer überrascht etwas Lebendiges zu sehen, seien es Schafe, Kühe, Affen oder Menschen, es war eine seltene Ansicht.

Wir haben nur für ein Mittagessen eine Pause eingelegt und sind abends dann in Victoria West angekommen. Victoria West ist klein, sehr leer und mitten in der Karoo. Wir hatten insgesamt zwei Möglichkeiten zum Abendessen, eine davon war ein ganz hübsches Hotel, in dem wir dann auch gegessen haben. Da die Region Northern Cape sehr bekannt für ihre Schafe ist, gab es Lamm auf der Karte, dass ich dann auch probiert habe.

Unser kleines Häuschen in dem wir die Nacht verbracht haben war echt alt und "traditionell", aber im Gästebuch standen tatsächlich auch deutsche Gäste drin!

Am nächsten morgen haben wir dann nett gefrühstückt und haben dann Victoria West hinter uns gelassen.

Gegen Mittag sind wir dann am Campingplatz "Eagles Nest", 40km vor Kimberley, angekommen. Wir haben die Sachen in unser kleines Chalet gebracht und konnten es gar nicht fassen einen Pool zu sehen der wirklich gefüllt war! Mit den Wassereinsparungen die wir hier in Western Cape machen müssen ist es illegal seinen Pool hier mit normalem Wasser zu füllen.

Nachdem wir dann ein paar der mit uns zuständigen Leute getroffen haben sind wir zum Konferenzzentrum gefahren. Eine "Happy-clappy-church", wie man sagen könnte. Das Gebäude ist großartig und riesengroß gewesen.

Alles wurde geplant, wir mussten noch einige Änderungen an den Teilnehmerlisten machen und haben dann Abendessen eingekauft. Mit vollgepackten Einkaufstüten ging es dann noch nicht nach Hause, wir mussten erst 175 Tüten mit Werbegeschenken füllen (Mousepad, Trinkflasche, Notizbuch und Kugelschreiber). 

Endlich wieder zurück am Campingplatz war die Arbeit immer noch nicht vorbei, wir mussten die Namensschilder alphabetisch ordnen und nummerieren und die letzen Zettel und die Aufnäher in lila Ordner stecken. Todmüde sind wir dann gegen halb zwei in der Nacht in unsere Betten gefallen, nur um am selben Tag um halb sechs wieder aufzustehen.

Den Freitag haben meine Kollegin Yolanda und ich dann mit der Registrierung, dem Aufbau des Shops und dem verkaufen der Kleidung, die wir mitgebracht haben, verbracht.

Am Samstag haben wir wieder verkauft und ich bin rumgerannt und habe gesehen wo ich helfen konnte. Plakate aufrollen, Müll aufsammeln, nachträgliche Namensschilder verteilen, Dokumente suchen und anderes stand an der Tagesordnung.

Am Nachmittag wurde dann die Rolle des Chief Scouts in einer Art Gottesdienst an den nächsten übergeben. Unser vorheriger Chief Scout Sibusiso Vilane wurde aus seinem Amt entlassen und Brendon Hausberger hat dieses Amt nun angetreten.

Die Zeremonie und die Reden waren super schön und ich bin stolz bei so einem Moment anwesend gewesen zu sein! Am Abend mussten wir dann noch Frühstück für Sonntag kaufen und dann ging es auch schon ins Bett.

Am Sonntag morgen lief alles ruhig, wir haben gepackt und uns noch das "große Loch" in Kimberley angesehen. Kimberley ist eine alte Diamant-Stadt. Vor ca. 150/100 Jahren wurde hier eine riesiege Diamantmine betrieben. Mit Tagebau und Stollen untertage. Wenn man das Loch sieht ist es einfach unglaublich darüber nachzudenken, dass dieses handgegraben wurde! Das Museum war super toll und die alte Stadt wurde auch zum Teil rekonstruiert.

Gegen Mittag haben wir uns dann auf den Rückweg gemacht. Nach einigen Stunden hatten wir dann Beaufort West erreicht und haben dort in einem Motel eingecheckt. Meine Chefin hatte aus Versehen für den falschen Tag gebucht, aber wir konnten die Buchung verschieben. Dort haben wir dann auch im Restaurant gegessen und ich habe erfahren, dass es nicht möglich ist eine reguläre Pizza mit Tomaten zu bekommen. Tomaten gehören anscheinend nur auf eine Margharita und können nirgendwo anders drauf! Meine Pizza war trotzdem gut. Montag Morgen sind wir dann die letze Etappe nach Kapstadt gefahren. 

 

Der erste Halt in Victoria West

Campingplatz und Koferenzzentrum in Kimberley

Das Museum in Kimberley

Der Rückweg und die Landschaft an sich

Auf dem Weg haben wir in Matjiesfontein angehalten. Meine Chefin hat es richtig beschrieben: "Du darfst nicht blinzeln sonst  verpasst du das Dorf !". Es war winzig und die Dame die uns den Kaffee serviert hat, hatte einen riesigen Drang mit uns zu sprechen und ein Foto zu machen.

Später sind wir dann in Kapstadt angekommen und unser Trip kam zu einem Ende!

Alles in allem wares viel Arbeit, aber es war auch sehr schön. Und keine Sorge, ich habe Urlaubstage für meine lange Arbeitszeit und die Arbeit am Wochenende bekommen. Manche Menschen haben mich wahnsinnig gemacht, um genau zu sein, einer. Ich habe meinen Ehemann kennen gelernt und unsere sieben Regenbogen-Kleinwüchsigen (obwohl wir uns entschieden haben Grumpy nicht zu zählen, da wir ihn nie zu Gesicht bekommen). Aber das ist noch mal eine ganz andere Geschichte! 



Besuch aus Mpumalanga Nr. 1

13.10.207

Ein Freitag der dreizehnte soll ja bekanntlich ein schlechtes Omen sein, mein Tag allerdings war ganz schön. Ich habe Bheki, den besten Freund von Lisa und Thomas in Mpumalanga kennen gelernt. Er war auf einer Konferenz in Kapstadt übers Wochenende.

Ich bin zum ersten Mal Uber gefahren und wir sind mit anderen Deutschen und Südafrikanern etwas trinken gegangen (es war eine deutsch-südafrikanische Konferenz).

Als uns das alles gelangweilt hat, sind wir aufgebrochen zu einem etwas ramschigen Laden in dem ein paar Bands gespielt haben, dort haben wir einen Leiter-Freund von mir getroffen.

Alles in allem war es ein netter Abend!


Der Überfall

16.10.2017

Ja, es ist leider kein Scherz. Aber ein bisschen lustig ist es schon im Nachhinein. Nicht, dass ich sagen möchte, dass ein Überfall lustig ist, nein, ganz und gar nicht. Und es ist auch nichts was man auf die leichte Schulter nehmen sollte. Dennoch denke ich, ergibt es keinen Sinn sich seine Stimmung davon runter ziehen zu lassen und deswegen sehe ich lieber die positiven Seiten der Dinge.

Außerdem teile ich auch gerne die nicht so schönen Momente, denn nicht alles im Leben kann perfekt laufen!

Nachdem das dann geklärt ist, kann ich dann mal beginnen zu erzählen was mir passiert ist.

Ich bin letze Woche Montag  von der Arbeit nach Hause gelaufen. Ich laufe immer, weil es nur 15 Minuten sind bis ich Zuhause bin. Es hat geregnet und ich habe mich beeilt um schnell zurück zu sein.

Vor mir lief ein Mann, ich habe mir nichts dabei gedacht und wollte ihn einfach überholen. Als ich auf seiner Höhe war hat er angefangen mit mir zu reden. Keine Ahnung welche Sprache er da gesprochen hat, ich habe auf jeden Fall nichts verstanden und bin einfach weiter gelaufen. Dann hat er mich auf Englisch gefragt ob ich gerade vom College käme. Ich habe geantwortet: "Nein, von der Arbeit." In dem Moment war ich dann schon fast an ihm vorbei gelaufen und dann drehte er sich zu mir um und sagte: "Gib mir deine Tasche, ich will dir nicht weh tun." Zur Bestätigung hat er seinen Ärmel hoch geschoben und mir sein Messer gezeigt. Der Griff sah aus wie ein Schraubenschlüssel, aber daran war eine recht lange Klinge. Ich hab gezögert und nach erneuter Aufforderung habe ich  ihm schließlich die Tasche gegeben. Er ist damit weggelaufen und ich hab mich daran erinnert, dass ich noch Geld in meiner Hosentasche habe. Also habe ich ihm hinterher gerufen, dass in meiner Tasche nichts Wertvolles ist und, dass er mein Geld haben kann wenn er mir die Tasche zurück gibt. Er ist dann echt zurück gekommen und wollte natürlich beides haben. Also standen wir da wie kleine Geschwister beide mit einer Hand das Geld und mit der anderen die Tasche festhaltend. Leider habe ich nicht schnell genug reagiert. Er hat dann realisiert, dass er mich mit zwei vollen Händen gar nicht mehr mit dem Messer bedrohen kann, also hat er sich dann für meine Tasche entschieden und ist weg gelaufen. An der Straßenecke hat er sich dann noch mal zu mir umgedreht um zu gucken ob ich ihm nicht folge. Sah ganz schön bescheuert aus, so ein großer enddreißiger Mann mit Handtasche unterm Arm. Also wie man hören kann ein echter Amateur. 

Jetzt hab ich immerhin Erfahrung mit Überfällen, falls ich mal an einen Profi geraten sollte!


Pfadfinder und Feuer

19.-21.10-17

Donnerstags ist normalerweise normale Scout-Gruppenstunde. Nur heute nicht. Heute wird Emily Gammon ihr Sprinbok Advancement Badge überreicht. Die höchste Errungenschaft die ein Scout bekommen kann. 

Emily hat viel dafür gearbeitet um die zahlreichen Aufgaben zu meistern und ihren Hike gut herum zu bekommen. Dafür wurde sie heute geehrt. Um die 75 Leute waren anwesend. Die Scouts und die Leiter des Stammes haben sich zu einem Dreieck aufgestellt, Emily in der Spitze. Dann wurden die Lichter gelöscht, die Kerzen eine nach der anderen entzündet und die Pfadfindergesetze dabei aufgesagt.

Anschließend wurden zwei Reden gehalten und der Aufnäher überreicht. Dann war die Zeremonie vorbei und es gab Snacks, Tee und Kaffee und es wurde gratuliert.

Emily ist die dritte Person die ihren Springbok bekommt, nach 27 Jahren! Und in 109 Jahren Stammesgeschichte das allererste Mädchen.

 

Am Freitag war Campfire Abend. Ab sechs Uhr wurde gegrillt, gegessen, getrunken (natürlich alles nicht alkoholisch, das ist hier sehr wichtig) und gequatscht. Um sieben wurde dann das Lagerfeuer entzündet und alle saßen in einem großen Kreis darum herum. Wölflinge, Pfadfinder, Leiter und Eltern.

Dann wurde das akribisch geplante Programm "aufgeführt". Es gab viele Mitmachlieder und Sketche und ich habe "Flinke Hände, flinke Füße" vorgestellt. Bei den Mitmachliedern sind die Leute, die vorgesungen haben immer wie wild ums Feuer gerannt und haben so laut gesungen/geschrien, das sie fast heiser wurden.

Es wurde nie Holz nachgelegt und nach Beendigung des Programms wurde das Feuer gelöscht. Es gab keine Gitarre und kein gemütliches Beisammensein so wie wir das haben, aber es war trotzdem super schön!

Anschließend bin ich mit ein paar anderen Leitern zu einem Leiter nach Hause gefahren, wir haben Kaffee getrunken und Tabu gespielt bis in die Nacht. Es war wirklich ein toller Abend.

 

Am Samstag, nachdem ich einkaufen war (gestohlene Sachen ersetzen) und mit meiner pädagogischen Begleitung geskyped habe, haben wir uns für JOTA/JOTI and der Scout Hall von 2nd Rondebosch getroffen. Dort hatten wir ein kleines Mini-Jamboree, da auch noch ein Schwede zu Gast war. Wir haben den ganzen Abend gequatscht, gegrillt, Black Stories ausprobiert und Feuer-Experimente gemacht. Dabei sind wirklich coole Slow-Mo Videos entstanden!

 

Alles in allem wirklich drei tolle Tage mit endlich mal viel Feuer!


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